Gran Sabana

Allgemeines über die Gran Sabana

Als Gran Sabana wird eine Hochfläche von rund 10.800 Quadratkilometern im südöstlichen Venezuela bezeichnet. Rings um diese Hochfläche befinden sich Gebirgsketten, die bis zu 1000 Meter hoch sind. Zerklüftete Täler, Tepuis von massivem Ausmaß und die Pemón-Indianer sind die wichtigsten Kennzeichen dieser Region, die etwa 70 Millionen Jahre alt ist. Flora und Fauna sind einzigartig und viele der Tier- und Pflanzenarten sind heute endemisch. Die Tafelberge sind Ursprung einiger der höchsten Wasserfälle, wie des Salto Angel oder des Salto Kukenam.
Tafelberg

Der Roraima

Der Roraima in der Gran Sabana ist ein Berg, der sich zwischen Brasilien, Kolumbien und Venezuela befindet. Er trägt den Beinamen „Lost World“, den er 1912 von englischen Forschern bekam. Trekkingfans aus aller Welt erklimmen den Roraima in mehrtägigen Touren, wobei diese Touren zu den schönsten im Land zählen.
Nationalpark Canaima
Der Nationalpark Canaima in der Gran Sabana ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Venezuela und zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO. In den Tafelbergen des Nationalparks sind Höhlensysteme zu finden, die weltweit als spektakulär gelten. So zum Beispiel die Cueva Ojos de Cristal oder die Schlachthöhlen. Canaima ist rund 30.000 Quadratkilometer groß. Die Gran Sabana ist hier im Gebiet des Nationalparks durch die Tafelberge gekennzeichnet, die aus Sandstein bestehen. Eine einzigartige Flora und Fauna ist dort angesiedelt. Die wohl größte touristische Attraktion sind hingegen die Wasserfälle, allen voran der Angelfall.
Angelfall in Canaima
Der Angelfall – der Salto Angel – ist nur von Canaima aus mit dem Boot zu erreichen, was mehrere Stunden dauert. Er befindet sich mitten im Urwald und wer die Lagune von Canaima erreichen möchte, ist auf ein Flugzeug angewiesen und muss einen Flug von Ciudad Bolivar oder Puerto Ordaz buchen. Wer den Angelfall in der Trockenzeit besucht, wird allerdings mit weniger spektakulären Eindrücken belohnt, dann ist der Wasserfall weniger imposant. Der Angelfall misst 976 Meter und gilt als der größte Wasserfall der Welt. Benannt wurde er nach Jimmy Angel, seinem Entdecker, der 1937 dorthin reiste. Von den Einheimischen wird er Churún Merú genannt.