Canaima Nationalpark

Entdeckung des Angelfalls-Gründung des Canaima Nationalparks

Canaima in VenezuelaDer Canaima Nationalpark wurde 1962 gegründet und hat eine Fläche von 10000 km². Seit 1994 wird dieses einzigartige Stück Land von der Unesco geschützt. Salto Ángel – so heißt der berühmteste und weltweit höchste Wasserfall, der sowohl in der Vergangenheit als auch heute noch zahllose Menschen in seinen Bann zieht. Die rauschenden Wassermassen, die fast einen Kilometer in die Tiefe stürzen, sind bereits 1910 entdeckt worden. Ernesto Sánchez la Cruz hieß der einstige Venezolaner, der den Wasserfall einst ausfindig machte. Die darauffolgenden Jahre geriet der Salto Ángel beinahe in Vergessenheit, bis er 20 Jahre später gewissermaßen wiederentdeckt wurde. Der damalige US-Amerikaner, Buschpilot und Namensgeber Jimmy Angel war es, der 1933 den Canaima Nationalpark auf der Suche nach Gold überflog und den Salto Ángel rein zufällig entdeckte. Die beeindruckende Geschichte des wagemutigen Entdeckers ist äußerst beeindruckend und kann in einem Buch detailliert nachgelesen werden.

Das Klima in Canaima

Salto Angel in VenezuelaDie beste Reisezeit für einen Besuch des Angelfall ist die Regenzeit, die im Canaima Nationalpark in den Monaten März bis Oktober anhält. Experten sagen sogar, dass der Zeitraum zwischen Regen- und Trockenzeit am besten wäre. Aus diesem Grund werden viele Touren zum Salto Ángel im November angeboten, um den Wasserfall in all seiner Pracht hautnah zu erleben. Zu dieser Jahreszeit ist das Umland schon fast abgetrocknet, erstrahlt aber immer noch in einem saftigen Grün, sodass Besucher eine abwechslungsreiche Flora zu Gesicht bekommen. Gleichzeitig gibt es im Canaima Nationalpark genügend Wasser, um sich mit Booten zum Angelfall fortzubewegen. Der Río Churún hat in der Regenzeit sehr viel Wasser gesammelt, das mit einer ungeahnten Kraft über die Kante des Tafelberges Auyan Tepui donnert. Touristen sind im November seltener heftigen Regenfällen ausgesetzt und können das Naturspektakel in vollen Zügen genießen.

Flora und Fauna im Canaima Nationalpark

Landschaft CanaimaDer Canaima Nationalpark in Venezuela besitzt vor allem nach Ende der Regenzeit eine Flora, die kaum zu übertreffen ist. Weite Grassteppen und tropischer Regenwald säumen sich um die hoch aufragenden Tepuis, die zusammen eine harmonische Einheit und ein faszinierendes Gesamtbild abgeben. Viele fleischfressende Pflanzen haben sich hier angesiedelt, daneben können Besucher in der dichten Dschungellandschaft Pflanzen bestaunen, die man nur im Canaima Nationalpark zu Gesicht bekommt. Zahlreiche Tiere sind in dieser idyllischen Landschaft zu Hause und leben weitab der Zivilisation und des Massentourismus. Auf Touren können nicht nur Ameisenbären, Beuteltiere und Faultiere, sondern auch Jaguars, Pumas und Leguane in freier Wildbahn gesichtet werden.

Bewohner des Canaima Nationalparks

Kavac&UruyenIm Nationalpark Canaima sind die Pemón heimisch, ein indigenes Volk, das im Einklang mit der Natur lebt. Bis heute haben sich die Indianer ihre Lebensart stets bewahrt und konnten ihren Platz im Canaima-Nationalpark sogar per Gesetz durchsetzen. Die Pemón sind auch als „Parkwächter“ bekannt, weil sie die einzigartige Landschaft nicht nur ehren, sondern auch viel zu ihrem Schutz beitragen. Sie leben mit und von der Natur, wobei sie ihren Lebensunterhalt vorwiegend mit der Jagd und der Landwirtschaft verdienen. Da sie heute auch mit vielen Touristen in Kontakt kommen, fertigen sie Kunstgegenstände an, die sie anschließend gewinnbringend verkaufen. Die Pemón leben auch heute noch in eigens gebauten Rundhütten, die sie mit riesigen Palmenblättern bedecken. Obwohl es drei unterschiedliche Stammesgruppen und Dialekte gibt, können sich die Menschen untereinander verständigen.

Touristische Attraktionen in Canaima

Canaima tourIm Canaima Nationalpark gibt es drei Attraktionen, die Besucher unbedingt gesehen haben müssen. An erster Stelle steht ganz klar der Salto Ángel, der mit seiner gewaltigen Fallhöhe von 979 Metern garantiert eine bleibende Erinnerung hinterlässt. Die Wassermassen stürzen von der Kante des 700 Quadratkilometer großen Tafelberges Auyan-Tepui in die Tiefe und erzeugen viele kleine Wassertropfen, die in der Luft verdampfen und einen geheimnisvollen Nebel erzeugen. Ein nicht weniger spannender Wasserfall fesselt seine Betrachter vielmehr mit seiner Breite. Salto Sapo heißt die rauschende Kaskade, die Naturliebhaber magisch anzieht. Touristen können mit dem Wasserfall hautnah in Kontakt treten, da sich hinter dem Salto Sapo ein Felsvorsprung befindet, der auch in der Regenzeit leicht erreicht werden kann und einen unvergesslichen Blick hinter die Wasserkulisse verspricht. Touren führen ebenfalls zu den beiden Siedlungen Kavac und Uruyen, die von den Kamarakoto-Indianern bewohnt werden. Diese leben in einfachen Lehmhütten am Fuße des Tafelberges Auyan-Tepui. Besucher können mit den Ureinwohnern in Kontakt treten und gleichzeitig eine einzigartige Aussicht auf die atemberaubende Landschaft genießen.

Canaima Tour

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