Ciudad Bolivar

Die Geschichte von Cuidad Bolivar

Großstadt VenezuelaDie Gründung von Ciudad Bolívar geht auf das Jahr 1595 zurück. Allerdings befand sich die venezolanische Stadt, die einst unter dem Namen Santo Tomé de Guayana bekannt war, an einem anderen Standort. Ciudad Bolívar unterlag dem spanischen Staat, der die Stadt im Jahre 1764 am Ufer des Orinoco erneut gründen, und Regierungsgebäude und Kirchen errichten ließ. Als Alexander von Humboldt Ciudad Bolivar auf seinen Reisen das erste Mal zu Gesicht bekam, befand er die Stadt als wunderschön und äußerst reizvoll, da sie malerisch an einem kraftvollen Fluss gelegen war. Die darauffolgenden Jahre waren viele Auseinandersetzungen seitens des südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers Simón Bolívar nötig, bis sich die spanische Krone endlich zurückzog und Ciudad Bolívar zu Venezuela gehörte. Im Jahr 1819 wurde die Souveränität der damaligen Region Großkolumbien, zu der sowohl Kolumbien, Ecuador und Panama als auch Venezuela zählten, offiziell bestätigt. Um Simón Bolívar zu ehren, der an der Befreiung der Stadt maßgeblich beteiligt war, gab man ihr den Namen Ciudad Bolívar und machte sie zum Hauptort des größten venezolanischen Bundesstaates Bolívar.

Das Klima in Ciudad Bolivar

Brücke des OrinocoCiudad Bolívar ist am Ufer des Orinoco, im tropischen Teil Venezuelas gelegen und das ganze Jahr über ein empfehlenswertes Reiseziel. Die Temperaturen liegen durchschnittlich bei über 33 Grad Celsius, wobei es in den Monaten März, April, September und Oktober mit Werten von bis zu 35 Grad Celsius am wärmsten ist. Wer das erste Mal nach Ciudad Bolívar reist, muss sich an eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit gewöhnen, die zwischen 70 und 85 Prozent beträgt. Durchschnittlich acht Sonnenstunden täglich machen Ciudad Bolívar zu einem ganz besonderen Reiseziel, das Sightseeingtouren bei herrlichstem Wetter verspricht. Allerdings muss in dieser Region auch mit häufigen Niederschlägen gerechnet werden, die von Mai bis Oktober anhalten. Als beste Reisezeit können deshalb die Monate November bis April empfohlen werden, um die Touren trockenen Fußes zu überstehen.

Wissenswertes über Ciudad Bolivar

Plaza Bolivar Ciudad BolivarCiudad Bolívar ist ein bedeutender Dreh- und Angelpunkt Venezuelas. Die Stadt, die inmitten der Tropen im Süden des Landes liegt, ist Basis für Touren in den Canaima Nationalpark, die Besuchern die sagenumwobenen Wasserfälle und das bemerkenswerte Ökosystem Venezuelas näherbringen. Der Ort, der bei seiner Gründung nur 1.000 Menschen beheimatete und heute eine pulsierende Großstadt mit mehr als 338.000 Einwohnern ist, hat sich seine Geschichte bis heute bewahrt, was Besucher an den alten Kolonialbauten sehen können. Eine weitere Besonderheit ist die Lage des Ortes, da er an einer Engstelle des Orinoco und unweit der Brücke Puente de Angostura liegt, die den Fluss mit über 1,6 Kilometern überspannt. Außerhalb der Stadt werden Yucca, Mais, Süßkartoffeln, Mangos und Wassermelonen angebaut, wobei der Tourismussektor einen großen Stellenwert in Ciudad Bolívar einnimmt. Wer diese reizvolle Stadt besucht, sollte vor Antritt des Urlaubs an Reiseschecks denken, da hier mit dem Venezolanischen Bolívar bezahlt wird.

Sehenswürdigkeiten in Ciudad Bolivar

Ciudad Bolivar GeschichteCiudad Bolívar ist eine geschichtsträchtige Stadt, die mit prachtvollen Kolonialbauten, alten Plätzen und malerischen Gassen auf sich aufmerksam macht. Eines der moderneren Bauwerke ist die Brücke Puente de Angostura, die den Orinoco seit 1967 überspannt und die Verbindung der beiden Städte Puerto Ordaz und Maturin herstellt. Einige Häuser erinnern auch heute noch an die Anwesenheit des einstigen Freiheitskämpfers Simón Bolívar, der viel zur Unabhängigkeit Ciudad Bolívars beitrug. Das Haus San Isidoro ist solch ein Ort, das von Simón Bolívar regelmäßig heimgesucht wurde und heute ein wichtiger Anlaufpunkt auf Besichtigungstouren ist. Kaum jemand weiß, das in Ciudad Bolívar die erste Zeitung des Landes gedruckt wurde, die den Namen „Orinoco Kurier“ trug. Das Haus, das als Druckstätte diente, ist immer noch erhalten und Ausstellungsort originaler Druckformen sowie vieler Kunstwerke, die aus der vorkolumbianischen Zeit stammen. Schönster Platz der Stadt ist die Plaza Bolívar, die vom Kongresshaus und der prachtvollen Kathedrale gesäumt wird. Neben dem schmucken Pfarrhaus und dem Haus Piar können Feriengäste auch das Kunstmuseum von Jesus Soto unter die Lupe nehmen, das außergewöhnliche plastische Kunstgegenstände und einen Skulpturengarten offenbart.

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