Gran Sabana

Die Entstehung der Gran Sabana

Gran Sabana in VenezuelaDas venezolanische Hochland Gran Sabana nimmt eine unvorstellbare Gesamtfläche von 10.820 Quadratkilometern ein und gehört zu den beeindruckendsten Regionen des südamerikanischen Kontinents. Weite Täler und hoch aufragende Tafelberge bestimmen das Gebiet, das in der Erdurzeit vor etwa 70 Millionen Jahren entstanden ist. Wasser und Wind formten die gewaltigen Sandsteinmassen und gaben der Gran Sabana ein unverwechselbares Gesicht. Gewaltige Tafelberge sind im Laufe der Zeit entstanden, die bei den hiesigen Ureinwohnern vielmehr als Tepuis bekannt sind. Hiesige Tier- und Pflanzenarten sind für ein Leben in dieser kargen Region ideal angepasst. Dichte Urwälder und farbenreiche Pflanzen sorgen auch heute noch für unvergessliche Eindrücke. In der Gran Sabana konnten das Muchimuk-Höhlensystem und die aufsehenerregenden Wasserfälle Salto Ángel und Salto Kukenam entstehen, die zu den touristischen Top-Highlights des Hochplateaus gehören.

Das Klima in der Gran Sabana

Gran SabanaTropische, herrlich warme Temperaturen und Sonnenschein bestimmen das Klima in der Gran Sabana, weshalb das Hochland ein nahezu ganzjährig attraktives Reiseziel ist. Sieben bis zehn Stunden täglich scheint in diesem Gebiet Venezuelas die Sonne, wobei das Thermometer zwischen 24 und 33 Grad Celsius erreicht. In der Nacht kühlt sich die Luft nur unmerklich ab, sodass auf wärmende Kleidung getrost verzichtet werden kann. Beste Reisezeit sind die trockenen Monate November bis Mai, wenn die Wasserfälle immer noch genügend Wasser führen und die Sichtverhältnisse auf die facettenreiche Landschaft vollkommen ungetrübt ist.

Das Klima in der Gran Sabana

Tafelberg Gran sabanaZahlreiche Pflanzen und Tiere haben sich in den letzten Millionen Jahren entwickelt und den Bedingungen der Gran Sabana angepasst. Trekkingtouristen bekommen Moose und fleischfressende Pflanzen zu Gesicht, die sich mit den verschiedensten Orchideenarten abwechseln und ein Farbschauspiel der ganz besonderen Art bieten. Hinter den weitläufigen Steppengebieten, die von den haushohen Tepuis überragt werden, schließen dichte Nebelwälder an, welche die Gran Sabana sanft umschließen. Unterschiedliche Tierarten haben in dieser einzigartigen Welt ihr Zuhause gefunden, wobei Tapire, Brüllaffen, Insekten, Reptilien und Vögel die häufigsten Vertreter einer artenreichen Fauna sind.

Bewohner der Gran Sabana

Gran Sabana IndianerWie im Canaima Nationalpark sind in der Gran Sabana die Pemón heimisch, die ihre Tafelberge liebevoll als „Tepuis“ bezeichnen. Die Pemón sind ein indigenes Volk, das etwa 30.000 Menschen umfasst. Sie leben von und mit der Natur und behandeln ihre Umgebung mit dem nötigen Respekt. Materialismus ist den Menschen, die in traditionellen Rundbauten wohnen, vollkommen fremd. Sie betreiben Ackerbau und leben vom Fischfang und der Jagd. Sie fertigen Schmuck und Alltagsgegenstände an, die häufig von Touristen gekauft werden. Einige Indianer verdienen ihr Geld in größeren Fabriken, das sie großzügig mit dem Rest der Gemeinschaft teilen. Die Pemón haben sich ihren Lebensraum bis heute bewahrt und sind stolz auf ihr Land und ihre Kultur. Auf Rundreisen haben Besucher die einmalige Gelegenheit, mit diesen einzigartigen und äußerst gastfreundlichen Menschen in Kontakt zu treten.

Touristische Attraktionen der Gran Sabana

Trekking Gran SabanaDie Gran Sabana besitzt viele aufregende Attraktionen, zu denen auch der Roraima-Tepui gehört. Der majestätische Tafelberg, der von gewaltiger Größe und 2.810 Meter hoch ist, zieht Trekkingfans magisch an. Das 15 Kilometer lange Hochplateau ist vor etwa zwei Milliarden Jahren entstanden und von sattgrünem Regenwald umgeben. Seit der Erstbesteigung im Jahr 1884 kamen immer wieder Besucher hierher, die den Gesteinskoloss bezwingen und eine fantastische Aussicht genießen wollten. Zwei Flüsse müssen auf einer Tour zunächst überquert werden, um das Sandsteinplateau zu bezwingen. Wasserfälle, bezaubernde Pflanzen und bizarre Gesteinsformationen säumen den Weg, der nach oben auf den Gipfel führt und Freizeit- und Profisportlern ein atemberaubendes Panorama beschert. Eine Jeeptour durch die Gran Sabana dürfen sich Individualreisende ebenfalls nicht entgehen lassen. Das Offroad-Abenteuer führt zunächst zur Mission Kavanayen, wo Franziskanermönche die Pemón unterrichten. Einer der schönsten Zwischenstopps ist das Indianerdorf Iboribo, von wo aus die Teilnehmer in einem Einbaum zum Wasserfall Aponwao paddeln, der eine freie Fallhöhe von über 100 Metern besitzt. Etwas kleiner sind die Kaskaden Kawi und La Cortina, die Möglichkeiten zum Baden bieten und die letzten Etappenziele der Jeeptour sind. Übernachtet wird meist in den hiesigen Indianerdörfern, die sich inmitten der traumhaften Gran Sabana befinden.

Die Gran Sabana sollte bei Venezuela Reisen nicht fehlen.

Informationen für eine Jeeptour in die Gran Sabana

Informationen zum Roraima Trekking