Guacharo Nationalpark

Die Geschichte des Guacharo Nationalparks

Landschaft Guacharo NationalparkVenezuela ist ein Land, das ein wahres Mekka für Trekkingurlauber ist, die auf der Suche nach den regionalen Besonderheiten dieses sagenumwobenen Staates sind. Im Nordosten Venezuelas, im Bundesstaat Monagas, befindet sich der Guacharo Nationalpark, der für ein außergewöhnliches Höhlensystem bekannt ist, das jedes Jahr zahllose Besucher aus aller Welt magisch anzieht. Der 627 Quadratkilometer große Park, der nur wenige Kilometer von dem Ort Caripe entfernt ist, wurde am 27. Mai 1975 gegründet. Das Areal war jedoch bereits 1799 bekannt, als der einstige Naturforscher Alexander von Humboldt die hiesige Flora und Fauna näher untersuchte. Im Fokus hatte er nicht nur den Park, sondern vielmehr das Höhlensystem, das eine seltene Vogelart beherbergte. Auch heute noch ist der Guacharo Nationalpark ein Reiseziel für viele Naturbegeisterte, welche die facettenreiche und üppig bewachsene Landschaft sehen und hautnah erleben wollen.

Das Klima im Guacharo Nationalpark

Trekking in OstvenezuelaDer Guacharo Nationalpark kann das ganze Jahr über besucht werden, da das tropische Klima mit Durchschnittstemperaturen von fast 32 Grad Celsius für herrlichstes Wetter sorgt. Am wärmsten ist es in den Frühjahrs- und Herbstmonaten, wenn das Thermometer fast 34 Grad Celsius erreicht. In der übrigen Jahreszeit ist es etwa 30 Grad warm, wobei die Tiefstwerte zwischen 20 und 24 Grad Celsius liegen. Reisegäste, die Venezuela das erste Mal besuchen, müssen sich zunächst an die hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnen, die zwischen 70 und 90 Prozent beträgt. Beste Reisezeit ist übrigens von Januar bis April, da es in der zweiten Jahreshälfte des Öfteren regnet und die Luftfeuchtigkeit besonders hoch ist.

Fauna und Flora im Guacharo Nationalpark

Kaffee in CaripeDie meisten Gäste reisen eigens wegen der Flora und Fauna an, die eine ungeheure Vielfalt besitzt. Besucher können einen Artenreichtum erwarten, der kaum zu übertreffen ist. Gelegentlich wird dieses Idyll auch als „orientalischer Garten“ bezeichnet, was sowohl an der Mannigfaltigkeit als auch an der Farbfülle liegt. Nicht nur Alexander von Humboldt war von dieser einzigartigen Landschaft begeistert, die sich aus sattgrünen Hügellandschaften und traumhaften Wasserfällen zusammensetzt. Die unterschiedlichsten Pflanzen bilden hier ein Farbschauspiel, das bemerkenswerte Fotomotive entstehen lässt. Hier treffen tropische Pflanzen und haushohe Palmengewächse auf leuchtende Orangen- und Erdbeerplantagen. Umgeben ist der Guacharo Nationalpark von riesigen Kaffeeanbaugebieten, die der Region eine ungewöhnliche Kulisse verleihen. Neben zahlreichen Kleinstlebewesen sind es vor allem die verschiedenen Vogelarten, die seit jeher Aufsehen erregen. Die bekannteste und auch beeindruckendste Spezies ist der Fettschwalm, der auch als „Guacháro“ bezeichnet wird. Diese Vogelart ist etwa 360 Gramm schwer und in der Guacharohöhle heimisch. Der Fettschwalm, der sich mittels Echoortung orientiert, kann vor allem nach Anbruch der Dunkelheit beobachtet werden, wenn er auf der Suche nach ölhaltigen Früchten ist..

Wissenswertes über die Guacharo Höhle

Guacharohöhle in CaripeDie Guacharohöhle, die Cueva del Guacharo, ist die Hauptattraktion des gleichnamigen Nationalparks. Das Höhlensystem sollte in der trockenen Jahreszeit besucht werden, da sie bei starken Regenfällen zu viel Wasser führt. Erfahrene Guides führen die Gäste durch ein aufregendes Labyrinth, das von faszinierenden Tropfsteinen bestimmt wird. Bei Lichteinstrahlung funkelt das Gestein in den schönsten Farben und Formen. Der Fluss, der die Höhle durchquert, führt allerlei Fische und Krebse mit sich, die sich von Touristen kaum stören lassen. Wer Glück hat, kann die Fettschwalme in natürlicher Umgebung beobachten, die nicht selten 80 Kilometer bei ihrer Futtersuche zurücklegen. 1.200 Meter legen Besucher auf ihren Erkundungstouren zurück, obwohl die Guacharohöhle eine Ausdehnung von 10,2 Kilometern besitzt.

Der Ort Caripe im Guacharo Nationalpark

Wahrzeichen von CaripeEin ebenso beliebtes Reiseziel des Bundeslandes Monagas ist die wunderschöne Stadt Caripe, die auf einer Höhe von 800 Metern liegt und von hoch aufragenden Gebirgen umgeben ist. Der reizvolle Ort ist in die artenreiche Landschaft Venezuelas buchstäblich eingebettet und ein Anlaufpunkt für diejenigen, die den Guacharo Nationalpark und den Cañon La Puerta de Miraflores besuchen wollen. Caripe ist seit dem 12. Oktober 1734 bekannt und ein beliebtes Ziel für Aufenthalte auf Kaffeeplantagen oder Ökofarmen. Im Stadtzentrum gibt es ein paar Geschäfte und Restaurants, wo Urlauber das passende Andenken kaufen oder von venezolanischen Köstlichkeiten probieren können. Interessant sind die Farmen in der Umgebung, welche die hier wachsenden Erd-, Schwarz- und Himbeeren zu leckeren Marmeladen verarbeiten, die in den ansässigen Geschäften verkauft werden. Ganz in der Nähe befindet sich der Wasserfall La Paila, der etwa 60 Meter in die Tiefe stürzt.

Humboldt Route im Guacharo Nationalpark

Aussicht CaripeViele Urlauber wollen die vielfältige Landschaft des Guacharo Nationalparks kennenlernen, die auch Alexander von Humboldt einst verzauberte. Besonders aufregend ist eine Trekkingtour auf der Humboldt Route, die in dem kleinen Ort Cumanacoa beginnt und an der Guacharohöhle endet. Dabei lernen Trekkingteilnehmer die Anbaugebiete hiesiger Bauern kennen, wandern den Rio Mazanares entlang und gewinnen einen hautnahen Eindruck von den rauschenden Wassermassen. Unvergessliche Ausblicke genießen Touristen auf dem Gipfel des Pico Tristeza, bis sie den Ort Bucaral erreichen und den Alltag der kontaktfreudigen Dorfbewohner miterleben können. Endziel ist die Guacharohöhle, die zu den größten unterirdischen Systemen Südamerikas gehört.

Ein Geheimtipp in der Regionrund um Caripe ist Birdwatching

Trekkingtour auf Humboldts Spuren im Guacharo Nationalpark