Henri Pittier Nationalpark

Die Geschichte des Henri Pittier Nationalpark

Henri Pittier NationalparlÄltester Nationalpark des Landes ist der Henri Pittier Nationalpark, der 1937 vom damaligen Präsidenten Eleazar López Contreras gegründet wurde. Ursprünglich war der Park unter dem Namen „Rancho Grande“ bekannt, bis er 1953 vom Schweizer Botaniker Henri Pittier umbenannt wurde. Er klassifizierte über 30.000 Pflanzenarten, welche die Berg- und Küstenregionen auch heute noch in eine grüne Oase verwandeln. Henri Pittier verbrachte viel Zeit damit, diese traumhafte venezolanische Region zu erforschen und einen Großteil der Pflanzen- und Tierarten zu bestimmen. Besonders bemerkenswert sind die Riesenfarne und die unzählbaren Vogelarten, die das bedeutungsvolle Naturparadies ausmachen. Der Henri Pittier Nationalpark ist seit seiner Gründung eines der faszinierendsten Ökosysteme weltweit, das Pflanzen und Tiere vor dem Aussterben bewahren und eine Artenvielfalt erhalten soll, die abwechslungsreicher kaum sein kann.

Das Klima im Henri Pittier Nationalpark

Urwald bei ChoroniWer den Henri Pittier Nationalpark besucht, reist mit leichtem Gepäck, da Durchschnittstemperaturen von etwa 30 Grad Celsius für eine regelrechte Wohlfühlatmosphäre sorgen. Einziger Nachteil ist die hohe Luftfeuchtigkeit, die in den Monaten April bis November mit 74 und 81 Prozent am höchsten ist. In dieser Zeit fällt im Henri Pittier Nationalpark auch der meiste Regen, was Trekkingtouristen bei ihrer Urlaubsplanung unbedingt bedenken sollten. Die beste Reisezeit ist die trockene Periode von Dezember bis März, wenn es im Norden Venezuelas kaum regnet und die Luftfeuchtigkeit bei etwa 65 Prozent liegt.

Fauna und Flora im Henri Pittier Nationalpark

Natur bei ChoroniHinsichtlich des Arten- und Farbenreichtums ist der Henri Pittier Nationalpark einfach nicht zu übertreffen. Auf kleinstem Raum bekommen Besucher eine kontrastreiche Pflanzenvielfalt geboten, die zahlreichen Tieren Venezuelas Schutz und Nahrung gibt. Während die Küsten von Mangroven bewachsen und von weißen, palmengesäumten Stränden umgeben sind, bedeckt dichter Nebelwald den südlichen Teil des Parks. An den Berghängen nimmt die Vegetation mit zunehmender Höhe stetig ab. Die kargen Anhöhen bieten zur sattgrünen Dschungellandschaft jedoch einen fantastischen Kontrast. Farbenprächtige Pflanzen, wie zum Beispiel Orchideen und Bromelien, lockern das Gesamtbild auf und geben dem Park eine ganz besondere Note. Die Fauna reicht von Seekühen und Delfinen an der Küste bis hin zu Schmetterlingen, Füchsen, Wildkatzen, Affen, Ameisenbären, Ozelote sowie zahlreiche Insekten- und Vogelarten, die im Henri Pittier Nationalpark ihr Zuhause gefunden haben.

Wissenswertes über Choroni

Choroni in VenezuelaBeliebtester Ausgangspunkt für Touren im Henri Pittier Nationalpark ist die zauberhafte Küstenstadt Choroní, die Heimat von etwa 3.000 Menschen ist. Die Gründung des Ortes geht auf das Jahr 1622 zurück, als die Gemeinde noch nicht einmal über eine asphaltierte Zufahrtsstraße verfügte. Nachdem Henri Pittier den Nationalpark bekannt gemacht hatte, strömten immer mehr Naturbegeisterte in das Land, sodass Choroní immer populärer und beliebter wurde. Heute ist Choroní ein Mekka für Badeurlauber, die hier an feinsandigen Stränden relaxen und im seichten, kristallklaren Ozean baden und schnorcheln wollen. Ebenso beliebter Anlaufpunkt ist der Fischerhafen Puerto Columbia, wo Touristen von frischen Meeresfrüchten und Fischdelikatessen probieren können. Architektonische Highlights sind die pittoresken Kolonialbauten des Ortes, von denen die majestätische Kirche Santa Clara ein hervorragendes Beispiel venezolanischer Baukunst ist. Davor eröffnet sich die Plaza Bolívar – ein beliebter Treffpunkt für Besucher und Einheimische. Als Blickfang des Platzes gilt die Statue der Heiligen Madre Maria de San José, die sich stets auf die Seite der Armen stellte und vom einstigen Papst eine Seligsprechung erhielt.

Tourmöglichkeiten im Henri Pittier Nationalpark

Falke im Henri Piitier NationalparkTouren im Henri Pittier Nationalpark sind für Trekkingurlauber, die der Flora und Fauna Venezuelas hautnah begegnen wollen, ein Muss. Choroní ist Ausgangspunkt, um in die Pflanzenvielfalt des Parks einzutauchen und mit einem Ornithologen auf Vogelsuche zu gehen. Touren führen zunächst die Küste entlang, um in der Nähe von Choroní und Chuao zu tauchen und die schillernde Unterwasserwelt der Karibik kennenzulernen. Zu Fuß geht es durch dichten Dschungel, wo Trekkingtouristen von bunten Blumen, zahllosen Schmetterlingen und rauschenden Wasserfällen umgeben sind.

Tourangebote für en Henri Pittier Nationalpark gibt es hier

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