Maracaibo-See

Eingebettet in eine traumhafte Beckenlandschaft zieht der Maracaibo-See jegliche Blicke auf sich. Jedes Jahr reisen unzählige Touristen eigens an, um diese einzigartige Gewässerlandschaft, deren Flora und Fauna äußerst artenreich ist, mit allen Sinnen zu genießen.

Wissenswertes über den Maracaibo-See

Der Maracaibo See in VenezuelaDer Maracaibo-See, ein aufsehenerregendes Gewässer im Nordwesten Venezuelas, ist ein begehrtes Ziel für Naturliebhaber und Aktivurlauber, die in dieses atemberaubende Idyll eintauchen und der herrlichen Landschaft hautnah begegnen wollen. Über 13.500 Quadratkilometer ist das Binnengewässer groß, das als einer der größten Seen Südamerikas gilt. Der Maracaibo-See ist durch eine 38 Kilometer lange Wasserstraße mit dem Karibischen Meer verbunden. Dieser Meeresarm wird von einer über 8,6 Kilometer langen Brücke, der General-Rafael-Urdaneta-Brücke, überspannt, welche die Hafenstadt Maracaibo mit dem venezolanischen Bundesstaat Zulia verbindet. Gespeist wird das Gewässer durch ergiebige Regenfälle sowie durch die Flüsse Catatumbo, Chama und Santa Ana, die sowohl in Kolumbien als auch in Venezuela entspringen. An der Mündung des Rio Catatumbo kommt es jedes Jahr zu äußerst blitzreichen Gewittern, die für ein Spektakel der Extraklasse sorgen. Früher war das Gewässer unter den Bezeichnungen „Conquibacao“ und „Lago de Bartolomé“ bekannt, bis es schließlich den Namen „Lago Maracaibo“ erhielt.

Klima am Maracaibo-See

Wetterleuchten Maracaibo SeeDie Region rund um den Maracaibo-See zeichnet sich durch ein tropisches, semiarides Klima aus, dessen Jahresdurchschnittstemperaturen bei etwa 33 Grad Celsius liegen. Die monatlichen Werte schwanken kaum, sodass auf lange Kleidung getrost verzichtet werden kann. In den Monaten April bis September sinkt das Thermometer in der Nacht auf bis zu 25 Grad Celsius ab, während die Tiefstwerte in der zweiten Jahreshälfte etwa 23 Grad Celsius betragen. Besucher des Maracaibo-Sees können sich auf sieben bis acht Sonnenstunden täglich freuen. Zwar ist die Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent relativ hoch, jedoch trägt das herrliche Sommerwetter zum Wohlfühlen bei, sodass Urlauber sich an das Klima recht schnell gewöhnen. Als beste Reisezeit gelten die Monate Dezember bis August, da die Region in der übrigen Jahreszeit von häufigen Regenfällen heimgesucht wird. Einziger Nachteil ist das natürliche Vorkommen von Erdöl, das für die Industrie von größter Bedeutung ist.

Fauna und Flora am Maracaibo-See

Tiere am Maracaibo SeeDie Vielfalt des Maracaibo-Sees ist vor allem für Naturliebhaber ein echtes Erlebnis. Die Natur des Gewässers könnte abwechslungsreicher kaum sein, sodass ein bleibender Eindruck von der landschaftlichen Schönheit des Sees entsteht, der noch lange in Erinnerung bleibt. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die warmen Temperaturen sorgen für ein Milieu, das es Pflanzen leicht macht, sich prächtig zu entwickeln. Dichte Nebelwälder haben sich hier im Laufe der Zeit entwickelt, die als Heimat von zahllosen Tieren gelten. Während die Uferlandschaft des Maracaibo-Sees von Mangroven geprägt ist, geht das Hinterland in tropischen Dschungel über, der nicht nur Palmen und gewaltige Farne, sondern auch farbenprächtige Orchideen und Bromelien offenbart, die einen betörenden Duft versprühen. Unzählige Vogelarten, darunter Tukane, Ibisse und farbenprächtige Papageien, sind in den Wäldern zu Hause, die für eine berauschende Akustik sorgen. Auf Touren können possierliche Affen, Schlangen, bunte Schmetterlinge, Krokodile, Schildkröten und Delfine beobachtet werden, die für bleibende Eindrücke und unvergessliche Fotomotive sorgen. Viele Fischer haben sich entlang des Ufers angesiedelt, um vom Fischreichtum des Maracaibo-Sees zu profitieren. Die Landschaft rund um den südlichen Teil des Gewässers wird hauptsächlich für den Ackerbau genutzt, weshalb das Gebiet von Zuckerrohr- und Bananenplantagen sowie von Baumwolle bewachsen ist.

Tourismus am Maracibosee

Aufregende Dschungel- und Bootstouren im Flussdelta des Rio Catatumbo sind für Individualreisende ein unvorstellbares Erlebnis. Unterwegs können unvergessliche Eindrücke von der Vegetation und der Vielfalt hiesiger Tiere gesammelt werden, welche die natürliche Schönheit des Maracaibo-Sees widerspiegeln. Ausgangspunkt erlebnisreicher Ausflüge ist die reizvolle venezolanische Stadt Mérida, die sich südöstlich des Gewässers befindet. Von hier aus führt die Tour in den traumhaften Nationalpark Sierra de la Culata, dessen Wanderpfade von rauschenden Wasserfällen flankiert werden. Hinter der Gebirgslandschaft schließt der tropische Artenreichtum der Nebelwälder an, die etwas weiter nördlich in Kaffeeplantagen übergehen. Am Südwestufer des Maracaibo-Sees liegt der idyllische Hafenort Concha, der zu spannenden Bootstouren einlädt, die in das Dickicht dicht bewachsener Mangrovenwälder führen. Übernachtet wird in einfachen Hängematten oder in hölzernen Pfahlbauten, um romantische Sonnenuntergänge zu beobachten und sich vom Geschrei der Brüllaffen wecken zu lassen.

Ferien am Maracaibo-See sind vor allem für Individualisten, die Venezuela Reisen nach Maß verbringen und die Vielfalt Venezuelas hautnah erleben wollen, äußerst empfehlenswert.

• Infos zur Tour ins Catatumbo Delta