Orinoco Delta

Die Entstehung des Orinoco Delta

Orinoco Delta in VenezuelaDer Orinoco, der aus zahlreichen Nebenflüssen gespeist wird, zählt zu den bekanntesten Wasserstraßen Venezuelas. Das Mündungsdelta, das sich auf einer unvorstellbaren Fläche von 40.000 Quadratkilometern verteilt und letztlich in den Atlantischen Ozean abfließt, ist lohnenswertes Ziel zahlreicher Naturliebhaber. Das Orinoco Delta hatte in der frühesten Vergangenheit jedoch ein ganz anderes Gesicht. Die Entstehung dieser fantastischen Landschaft begann mit einer Auffaltung der Anden im Westen Südamerikas. Gleichzeitig hob sich im Tertiär auch der nördliche Teil des Landes an, sodass sich die Fließrichtung der Flusssysteme von West nach Ost schon früh abzeichnete. Der Orinoco speist sein Wasser größtenteils aus den gewaltigen Regengüssen, die in dem tropischen Gebiet Venezuelas vorherrschen.

Das Klima im Orinoco Delta

Orinoco delta KlimaViele Aktivurlauber fragen sich immer, wann die beste Reisezeit für einen Besuch des Orinoco Deltas ist. Die Antwort ist einfach, es gibt keine, da das Flusssystem das ganze Jahr über genügend Wasser führt, sodass aufregende Bootstouren möglich sind. Das tropische Klima ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch gelten durchschnittliche Temperaturen von rund 30 Grad Celsius als überaus angenehm. In der Zeit zwischen März und Oktober herrscht in Venezuela Regenzeit vor. In diesem Zeitraum führt der Orinoco sehr viel Wasser. Die Niederschlagsmenge beträgt im Süden des Flusslaufes etwa 3.600 Millimeter, wobei etwas weiter nördlich nur noch 1.000 Millimeter Wasser jährlich gemessen werden. Ab November setzt die Trockenzeit ein, die für Touren durch die dichte Dschungellandschaft sehr viel angenehmer ist. Die Wasserstände sind dann zwar etwas niedriger als in der übrigen Jahreszeit, jedoch immer noch hoch genug, um das Orinoco Delta mit motorisierten Booten zu befahren.

Flora und Fauna im Orinoco Delta

Orinoco Delta TourDie atemberaubende Dschungellandschaft, die sich westlich und östlich des Orinoco Deltas erstreckt, könnte artenreicher und farbenprächtiger kaum sein. Besuchern eröffnet sich eine sattgrüne, dichte Dschungellandschaft, die jeden Betrachter verzaubert. Farbenprächtige Pflanzen können nicht nur gesichtet, sondern auch mit der Nase wahrgenommen werden, weshalb ein Besuch des Orinoco Deltas ein Fest für die Sinne ist. Aromatisch duftende Obstbäume und Orchideen flankieren das Ufer, daneben bemerken Besucher beeindruckende Farne und Bromelien. Auch zahlreiche Tiere haben im Schutz dieser idyllischen Landschaft einen Lebensraum gefunden. Neben Kapuzineraffen, Pumas, Delfinen und Seehunden haben sich hier Papageien, Falken, Kormorane und Wellensittiche angesiedelt.

Bewohner des Orinoco Deltas

Kochen im DeltaWarao, so heißt das indigene Volk, das im Orinoco Delta zu Hause ist. In erster Linie gruppieren sich die Menschen in kleinen Gemeinden von etwa 250 Mitgliedern, die in der Nähe des Flusses Winikina leben. Die Warao wohnen in einfachen reetgedeckten Holzbauten, die zum größten Teil sogar vollkommen offen sind. Die Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Jagd, dem Fischfang und dem Sammeln von Pflanzen, Knollen und Wurzeln. Aus Palmen fertigen sie Einbäume, Bastseile und Hängematten an, die ihnen zum Leben und Jagen nützlich sind. Tauschgeschäfte stehen bei den Warao ebenfalls im Vordergrund, da nur wenige Menschen gegen Bezahlung arbeiten.

Camps und Touren im Orinoco Delta

Indianer im Orinoco DeltaDie Camps im Orinoco Delta sind genauso unterschiedlich wie die Touren, die in diesem Gebiet durchgeführt werden und bei Venezuela Reisen unbedingt auf dem Programm stehen sollten. Aktivurlauber sind dabei sowohl zu Fuß als auch mit dem Boot unterwegs, um der Flora und Fauna des Orinoco Deltas besonders nahe zu kommen. Inmitten des Orinoco Dschungels befindet sich das Eco-Orinoco Camp, wo die Touren-Teilnehmer in einfachen Cabanas untergebracht sind, die entweder aus zwei oder vier Betten bestehen. Die mit Palmenblättern gedeckten Hütten sind in direkter Nähe des Flusslaufes gelegen, Toiletten und Duschen sind dabei in einem separaten Gebäude untergebracht. Für etwas gehobenere Ansprüche steht die Delta Lodge zur Verfügung, die sich aus größeren Stelzenbauten zusammensetzt. Einige Urlauber wollen das Flair des Orinoco Deltas und des Atlantischen Ozeans gleichermaßen genießen und entscheiden sich für eine geräumige, exklusiv ausgestattete Atlantic Lodge, die keine Wünsche offenlässt. Richtigen Abenteurern reichen übrigens die einfachen Hängematten des Hammock Camps, um der Natur besonders nahe zu sein. Gerade die Touren in der verschiedenen Seitenarmen für Tierbeobachtungen und Ornithologen werden oft angeboten, zudem das Angeln von Piranas. Zudem werden Anaconda- oder Angeltouren, auf denen die Teilnehmer die weltgrößte Schlange suchen oder heimische Fische fangen. Darüber hinaus gibt es aus Botaniker-Touren, die sich ganz der Pflanzenwelt des Orinoco Deltas widmen. Wer wünscht kann bei Wandertouren auch tiefer in den Dschungel eindringen und die Natürlichkeit mit einem indianischen Führer erleben.

Tourangebote für das Orinoco Delta gibt es hier

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