Ostküste

Die Ostküste Venezuelas, auch „Palmenküste“ genannt, deren karibisches Flair und feinsandige Traumstrände ein Mekka für naturbegeisterte Aktiv- und Badeurlauber ist, lädt zu einem erlebnisreichen und vor allem erholsamen Aufenthalt ein. Bester Ausgangspunkt für Rundreisen entlang der malerischen Ostküste ist die reizvolle Küstenstadt Cumaná, die als Provinzhauptstadt des venezolanischen Bundeslandes Sucre gilt. Noch nicht einmal eine Dreiviertelstunde dauert ein Flug, der die Feriengäste von Caracas nach Cumaná bringt. Eine weitere, nicht ganz unbeliebte Alternative, sind Busreisen, um von der Landschaft Venezuelas so viel wie möglich zu Gesicht zu bekommen. Eine Busfahrt zieht sich allerdings fast fünfeinhalb Stunden hin, da über 400 Kilometer zurückgelegt werden müssen.

Puerta de Miraflores – ein unvergessliches Abenteuer

Puerta de MirafloresAls Puerta de Miraflores wird eine haushohe Kalksteinwände bezeichnet, die sich in dem venezolanischen Bundesstaat Monagas, im Nordosten des Landes, befinden. Das „Tor von Miraflores“, wie das sehenswerte Ausflugsziel auch bezeichnet wird, liegt in der reizvollen Gemeinde Acosta, die über 16.800 Einwohner zählt. Der Ort ist von Bergen umgeben, die von einer sattgrünen tropischen Landschaft bewachsen sind. Acosta wird von einem Fluss, dem Guarapiche River, durchquert, der sich an einer Stelle stark verengt. An diesem Punkt ragen zwei atemberaubende Felswände auf, die eine Höhe von ungefähr 150 Metern erreichen. Die beiden schroffen Anhöhen stehen äußerst dicht beieinander, sodass sie sich beinahe berühren. Diese herrliche Gebirgslandschaft, die in Venezuela einfach nur Puerta de Miraflores genannt wird, ist ein begehrtes Ziel für Hobby- und Profikletterer. Eine Klettertour kann übrigens mit Wanderungen und aufregenden Fahrten mit einem Allradfahrzeug kombiniert werden, um unvergessliche Eindrücke von dieser aufsehenerregenden Landschaft zu sammeln. Eine Besteigung der Felswände erfordert ein wenig Übung und ist für Anfänger eher ungeeignet. Hoch oben können Freizeit- und Profisportler eine phänomenale Aussicht und ein anschließendes Bad in einem kristallklaren Pool genießen, der Teil des Flusslaufes ist.

Die Halbinsel Araya – idyllische Landschaft im Karibischen Meer

Araya in VenezuelaNördlich von Cumaná, im venezolanischen Bundesstaat Sucre, befindet sich die traumhafte Halbinsel Araya, die als eines der begehrtesten Ausflugsziele Ostvenezuelas gilt und als „Salzhalbinsel“ bekannt ist. Araya ist sowohl mit dem Boot als auch mit dem Fahrzeug zu erreichen und für Naturliebhaber ein absolutes Muss. Mit dem Boot dauert es nur 30 Minuten, wobei der Landweg eine Fahrt von etwa drei Stunden in Anspruch nimmt. Ausgangspunkt eines Ausflugs ist Cumaná, von wo aus Schnellboote oder Fähren zur Halbinsel übersetzen. Das Highlight von Araya sind die weitläufigen Salzberge, die im Licht der Sonne in den unterschiedlichsten Farben schimmern. Die Salzkristalle werden in einer seichten Lagune gebildet, wenn das Wasser aufgrund der Hitze verdunstet. Die Salzberge, die von einer spektakulären Mondlandschaft umgeben sind, gelten jedoch nicht als einzige Attraktion auf der Halbinsel, da die Strände von Araya ebenso eindrucksvoll und ein Traum für Badegäste aus aller Welt sind. Hier können Besucher im Schatten eines Sonnenschirms entspannen und die herrliche Aussicht auf das Meer und die pyramidenförmigen Berge genießen. Nicht weit entfernt befindet sich eine Raffinerie, wo das gewonnene Salz verarbeitet und per Fähre nach Cumaná transportiert wird. Ein weiterer Wirtschaftszeig ist der Fischfang, dem sich die hiesigen Anwohner widmen. Auf Rundtouren kommen Touristen an einer äußerst historischen Burganlage und einer zauberhaften Kirche vorbei, die zu den wenigen architektonischen Highlights der Araya Halbinsel gehören.

Hacienda Bukkare – Schokolade aus Paria

In Ostvenezuela befindet sich die karibische Halbinsel Paría, die von der artenreichen Flora und Fauna des Nationalparks Península de Paria bestimmt wird. Hier können Feriengäste die Hacienda Bukare, eine riesige Kakaoplantage, besuchen. Die Plantage, die vollkommen ökologisch betrieben wird, ist etwa 25 Kilometer von der Stadt Carupano entfernt und für Liebhaber feinster Schokoladenkreationen äußerst faszinierend. Bei einem Rundgang erfahren die Teilnehmer wissenswerte Informationen zum Anbau, zur Ernte und zur Verarbeitung des Kakaos und können sich vom Geschmack dieses wertvollen Produktes natürlich selbst überzeugen. Auf der Hacienda Bukare wird eine besonders edle Kakaosorte namens Criollo angebaut, die mit einem einzigartigen Aroma überzeugt und deshalb für exquisite Schokoladen verwendet wird. Ein Baum gibt bis zu 70 handgroße und etwas ledrige Früchte her, die 20 bis 50 Samen zum Vorschein bringen. Die einzelnen Samen sind zwischen einem und zwei Zentimeter groß, von Fruchtfleisch umgeben und Träger des begehrten Kakaos. Die Bäume erreichen in freier Wildbahn eine Höhe von rund 15 Metern. Sie werden auf den Plantagen jedoch gekürzt, um Platz zu sparen und die Ernte zu steigern. Interessant ist, dass die Früchte des Baumes, die anfangs gelb und später bräunlich sind, direkt am Stamm wachsen. Es gibt nur wenige Regionen weltweit, die zum Gedeihen von Kakao ideal sind. Die Nachfrage dieser Köstlichkeit ist groß, da der Kakao aus Venezuela als äußerst rein gilt.